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Die Steuerung amerikanischer U-Boote am Beispiel der Los-Angeles-Klasse (688i)

Einleitung

Nachdem Sie die grundlegenden Elemente von Dangerous Waters in den beiden Tutorials zur russischen Kilo-Klasse kennen gelernt haben, finden Sie im Folgenden die abweichenden Steuerelemente und Konzepte der amerikanischen U-Boote am Beispiel der Los-Angeles-Klasse (688i).

Insbesondere die passive Sonarortung ist bei amerikanischen Booten anders gelöst als bei russischen Einheiten. Die Los-Angeles-Klasse wurde bewusst ausgewählt, da hier anders als bei der Seawolf-Klasse die wichtigsten Schalter und Bedienelemente nicht hinter anderen Schaltflächen versteckt sind. Das macht die Bedienung des 688i in Dangerous Waters und Sub Command intuitiv und damit einfacher. Tipp: Falls Dangerous Waters Ihre erste Simulation moderner Marineeinheiten ist, sollten Sie das 688i als Ihr erstes Boot auswählen, um sich mit den Konzepten des Spiels vertraut zu machen.

P.S.: Wie immer erhalten Sie durch Anklicken der Screenshots eine vergrößerte Version der Bilder.  


Zentrale

688i-Zentrale

Bei amerikanischen Booten, die in Dangerous Waters simuliert werden, finden Sie die Steuerung des Schleppsonars ("Towed Array") und des Hochfrequenz-Sonars ("High Frequency Sonar") zur Unterwasser-Ortung von Minen und Eisbergen in der Zentrale (F1-Taste) Die Auflösung des HF-Sonars ist erstaunlich gut, wenn Sie sich Objekten im Wasser auf geringe Entfernung nähern. Selbstverständlich lassen sich die Ortungsimpulse auch vom Gegner gut empfangen - daher nur einschalten, wenn es die Situation unbedingt erfordert! Kontakte werden als zunächst als weiße Punkte auf der Anzeige des HF-Sonars sichtbar. Sobald Sie mit der linken Maustaste auf sie klicken, werden sie als weißes Kreuz auf der Karte (F5-Taste) eingetragen.

Das Towed Array lässt sich übrigens auch nur teilweise ausfahren, sodass Sie es selbst bei Flachwasser-Operationen noch einsetzen können, bei denen der Empfänger Gefahr läuft, auf dem Boden zu schleifen.

Wie bei den anderen U-Booten in Dangerous Waters auch, ist es eine gute Idee, direkt zu Missionsbeginn den Druckluftspeicher ("HP Air") aufzuladen. Getaucht geht dies zwar nur um 10 %, aber falls Sie sich auf Schnorcheltiefe oder höher befinden (56 feet), können Sie gleich auch den "VENTILATE"-Schalter betätigen, um zusätzliche Luft von außen anzusaugen. Pressluft benötigen Sie, um Torpedos und v.a. Marschflugkörper auszustoßen. Fällt der Wert auf unter 50 %, verwandelt sich Ihr 688i in eine kampfunfähige Tauchröhre!

Noch eine Kleinigkeit ist bei amerikanischen Booten anders als bei der Kilo-Klasse: das Notauftauchmanöver wird nicht über Handräder, sondern einen Hebel ("Emergency Blow Valve") in der linken unteren Ecke der Zentrale-Ansicht eingeleitet. Die Funktion ist aber die gleiche.


Sonarstation (Breitband-Sonar)

Breitbandsonarstation

Die größten Abweichungen zwischen amerikanischen und russischen Booten in Dangerous Waters bestehen in der Art, wie die empfangenen Sonargeräusche optisch präsentiert und ausgewertet werden. Da es sich hierbei (neben der Zielbewegungsanalyse (TMA; "Target Motion Analysis")) um den Kern der Simulation handelt, werden die Stationen im Detail vorgestellt.

Drücken Sie die F2-Taste, um zur Sonarstation zu wechseln. Vorausgewählt ist die Breitband-Analyse ("Broadband"). Über die sechs Schalter oben rechts erreichen Sie bei Bedarf die Unterfunktionen der Sonarstation. Lassen Sie uns aber zunächst einen Moment bei der Breitband-Analyse verweilen. Links sehen Sie zwei Bildschirme: die so genannten Wasserfallanzeigen. Auf ihnen werden alle empfangenen Daten am oberen Bildschirmrand eingespeist. Das aktuellste Signal steht daher immer oben. Es verdrängt das ältere Signal zeilenweise nach unten. Dadurch ergibt sich der Eindruck, als ob sich das Bild von oben nach unten bewegen würde (= Wasserfall).

Da den beiden Anzeigen eine unterschiedliche Aktualisierungsrate zugeordnet wurde, verändern sich die Darstellungen unterschiedich schnell. Die langsamere Darstellung hat den Vorteil, dass sie auch sehr schwache Signale sichtbar machen kann. Falls Sie nur ein helles Rauschen sehen, schleift der Empfänger des Towed Arrays am Meeresboden - holen Sie ihn in der Zentrale (F1-Taste) ein Stück ein, bis der Bildschirm so wie auf dem Screenshot aussieht. Am oberen Rand der beiden Anzeigen sehen Sie eine Gradskala, die von 180 über 0 bis 180 reicht.

Sehen Sie den schwachen weißen Strich auf dem oberen Bildschirm? Bingo! Ein Kontakt. Irgendetwas verursacht Geräusche im Wasser, die von einer Ihrer Sonaranlagen empfangen werden. Wenn Sie das Bugsonar ausgewählt haben (über die beiden Schalter unten rechts), können Sie auch bereits die Richtung bestimmen, aus der das Geräusch kommt. Sie erinnern sich an die Gradskala am oberen Bildschirmrand? Klicken Sie mit der linken Maustaste in die Gradskala oberhalb der weißen Linie. Sie sehen einen kleinen weißen Marker. Drücken Sie nun rechts den Schalter "Designate Target". Dadurch vergeben Sie einen "Tracker" - eine Markierung, anhand derer Ihre Crew den Kontakt verfolgt. Ihnen stehen je Sonar nur vier Tracker zur Verfügung - wenn Sie mehr als vier Kontakte markieren, wird der älteste Tracker dem neuen Kontakt zugeordnet.

Auf der rechten Seite können Sie nun unter "Cursor Position" die exakte Richtung ablesen, aus der das Signal kommt. Durch das Setzen eines Trackers wird der Kontakt übrigens auch auf die Übersichtskarte (F5-Taste) übernommen.

Achtung: Das Schleppsonar ("Towed Array") empfängt (anders als das Bugsonar) von jedem Kontakt zwei spiegelbildliche Signale: eines aus der echten Richtung und ein falsches aus der entgegengesetzten Richtung. Dadurch sehen Sie (immer wenn Sie das empfindlichere Towed Array verwenden) auf der Wasserfallanzeige von einem Kontakt zwei Linien! Ihre Aufgabe ist es nun, den echten Kontakt vom falschen zu unterscheiden.

Das können Sie entweder über andere Sensoren, die eine eindeutige Richtung liefern (z. B. das ESM, Periskop, Radar oder das Bugsonar), oder Sie fahren mit dem U-Boot eine Kurve von mindestens 30-40. Nach einer Weile zeichnet eine der beiden Linien auf der Wasserfallanzeige einen Bogen, während die andere weiter senkrecht verläuft. Letztere ist der "echte" Kontakt - die gebogene Linie gibt dagegen die Richtung des falschen Spiegelkontaktes wider! Markieren Sie jetzt den echten Kontakt mit einem Tracker.

Jetzt wollen Sie wissen, um was für eine Art Kontakt es sich handelt: was macht da Radau in Ihrer Nähe? Dazu rufen Sie die "Narrowband-Frequenzanalyse" auf. Klicken Sie im Sonarbildschirm oben rechts auf den zweiten Schalter von links ...


Sonarstation (Narrowband-Sonar) Narrowband-Sonar

Auf der linken Seite sehen Sie untereinander drei Anzeigen: (1) eine Wasserfallanzeige mit dem Sonarprofil des empfangenen Kontakts; (2) die Darstellung eines dazu passenden Sonarprofils aus der Schiffsdatenbank und (3) ganz unten die Anzeige, über die Sie die Richtung verändern können, in die gesucht werden soll.

Rechts in der Mitte können Sie die Cursor-Position und damit die Richtung des Kontakts ablesen, der analysiert wird. Darunter können Sie verschiedene Sonarprofile aus der Datenbank abrufen und mit dem empfangenen Profil vergleichen. Meist passen mehrere Schiffstypen, bis der Kontakt sehr laut/sehr nah ist. Klicken Sie zur Bestätigung ebenfalls auf den Schalter "Designate Target".

Geben Sie das (Teil-)Ergebnis unbedingt auf dem Kartenbildschirm (F5-Taste) ein (Rechtsklick auf den Kontakt). Auch wenn noch mehrere Schiffstypen zu dem empfangenen Kontakt passen - vielleicht können Sie ja schon ausschließen, dass es sich um ein U-Boot handelt. Dann lässt sich der Kontakt schon mal als "Überwassereinheit" klassifizieren: das erste Puzzleteil haben Sie damit gefunden!

TIPP: Einen Kontakt empfangen Sie zuerst mit dem Schleppsonar ("Towed Array") über die Narrowband-Analyse! Er wird zuerst als ganz schwache Signalline meist bei 50 Hertz sichtbar. Bewegen Sie daher - auch wenn Sie im Broadband-Sonar noch nichts entdecken können - den Cursor im unteren Richtungsauswahl-Bildschirm langsam von einer Seite zur anderen und beobachten dabei die obere Anzeige. Wird dort eine schwache Linie sichtbar? Dann haben Sie einen Kontakt gefunden!


Sonarstation (DEMON-Anzeige)

DEMON-Analyse

Auch auf amerikanischen U-Booten fährt der DEMON als guter Geist mit. Sie kennen das Prinzip schon von den Kilo-Booten: über die Geschwindigkeit, mit der sich die Schiffsschraube eines klassifizierten Kontakts dreht, können Sie bestimmen, wie schnell der Kontakt fährt!

Wählen Sie dazu unter "Frequency Scale" eine Einstellung, mit der Sie alle Säulen gleichmäßig auf der Wasserfallanzeige sehen. Platzieren Sie den Cursor über der ersten Säule von links. Geben Sie nun rechts den TPK-Wert ein (Turns per Knot = Umdrehungen der Schraube pro Knoten). Sie finden ihn für jeden Schiffstyp in der Datenbank des USNI (US Naval Institute). Klicken Sie dazu einfach in der Kartenansicht (F5-Taste) mit der rechten Maustaste auf den Kontakt und wählen Sie aus dem Kontextmenü ganz unten den entsprechenden Eintrag.

Der DEMON berechnet nun automatisch die Geschwindigkeit des Kontakts, die Sie unter "Speed" ablesen können. Sie benötigen sie ausschließlich für die Zielbewegungsanalyse ("TMA"), die in einem eigenen Tutorial behandelt werden soll. Bis dahin lassen Sie in den Optionen besser die TMA-Auto-Crew eingeschaltet. ;-)


Torpedostation (Zielbildschirm)

Zielbildschirm

Eine weitere Station, die sich von der Kilo-Klasse unterscheidet, ist die Torpedostation. Die grundlegenden Funktionen sind zwar identisch, aber dadurch dass die Los-Angeles-Klasse als Jagd-U-Boot mit taktischen Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk ausgerüstet wurde, gibt es einige zusätzliche Funktionen.

Drücken Sie die F6-Taste, um die Torpedostation aufzurufen. Neben einer kleinen Kartendarstellung sehen Sie rechts grüne kreisförmige Symbole für jedes Torpedo-/Abschussrohr. Über die Schaltfläche "P", haben Sie die Möglichkeit, den Torpedos und Tomahawks Wegpunkte und verschiedene andere Werte vorzugeben. Über die Schaltfläche "W" können Sie einen abgefeuerten Torpedo über Draht steuern (jedenfalls solange Sie nicht die Mündungsklappe schließen). Der Vorgang der Torpedosteuerung wird in diesem Video demonstriert (ca. 2 MB).


Torpedostation (Abschussbildschirm)

Abschussbildschirm

Über die Taste rechts unten gelangen Sie innerhalb der Torpedostation zum Abschussbildschirm. Lassen Sie sich nicht von der Menge der Schalter erschrecken. Der Bildschirm gliedert sich in drei Bereiche: (1) oben werden die vertikal gestarteten Marschflugkörper und Anti-Schiffsraketen abgefeuert; (2) darunter ist die Steuerung für die vier Torpedorohre angeordnet; (3) gefolgt von den Gegenmaßnahmen ("Counter Measures"). Letztere werden im Tutorial zur Torpedoabwehr ausführlich beschrieben.

Verstehen Sie jetzt, warum Sie zu Beginn Ihre Druckluftvorräte maximieren sollten? Bei der Vielzahl feuerbereiter Waffensysteme sinkt der Vorrat im Gefecht schnell auf unter 50 %! Falls Sie also während einer Mission keine Torpedos mehr abfeuern können, sollten Sie den Druckluftvorrat in der Zentrale (F1-Taste) überprüfen.

TIPP: Um Marschflugkörper erfolgreich unter Wasser abfeuern zu können, darf das U-Boot nicht schneller als 6 Knoten fahren und nicht tiefer als 150 Fuß getaucht sein!


Periskop

Periskop

Die Bedienung der Periskopstation (F8-Taste) entspricht im Wesentlichen der Kilo-Klasse. Lediglich die Anordnung der Tasten unterscheidet sich. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Anzeige der über dem U-Boot befindlichen Eisstärke (falls Sie unter Eis operieren sollten) rechts neben dem Foto-Knopf angebracht ist und das Hochfrequenz-Sonar sich anders als bei der Kilo-Klasse nicht in der Periskop-Station, sondern in der Zentrale befindet.

Falls Sie bei der Beschreibung andere Stationen vermissen, finden Sie deren Funktionen im ersten und zweiten Tutorial zur Kilo-Klasse beschrieben. Die grafische Darstellung weicht natürlich vom 688i ab, aber die Bedienung ist übertragbar.

Die Steuerung der zweiten amerikanischen U-Boot-Klasse, der Seawolf, entspricht vom Konzept dem 688i. Einziger Unterschied ist die Darstellung:
bei der Seawolf-Klasse "verstecken" sich viele Schalter hinter Buttons, während Sie diese Schalter im 688i direkt anklicken können. Die Los-Angeles-Klasse ist daher das geeignetere U-Boot, wenn Sie sich erst mit den Grundlagen vertraut machen wollen!



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